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Weiße Wanne

Unter einer Weißen Wanne versteht man ein wasserundurchlässiges Bauwerk aus Beton, das ohne zusätzliche Dichtungshaut (z.B. aus Bitumen) auskommt. Letztere nenn man Schwarze Wanne. Bei einer Weißen Wanne hat der Beton zugleich tragende und abdichtende Funktion.

Eine Weiße Wanne wird mit Hilfe von wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) hergestellt. Bei der Erstellung einer Weißen Wanne können zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen:

  • Herstellung mit Ortbeton und Systemschalung
  • Herstellung mit vorgefertigten Dreifachwänden

Bei der Planung einer Weißen Wanne müssen zwei unterschiedliche Nutzungsklassen unterschieden werden.

  • Die Nutzungsklasse A sieht eine vollständige Abdichtung des Bauwerks vor
  • Bei der Nutzungsklasse B ist ein Wassereintritt im Bereich von Trennrissen und Fugen zulässig

Neben dem Einsatz von WU-Beton ist der Einbau von Fugendichtungen an den Dehn- und Arbeitsfugen sowie die Einschränkung der Rissbreite des Stahlbetons erforderlich. Um dies zu gewährleisten ist ein fachgerechte, sorfältige Verarbeitung und Verdichtung des Betons unerlässlich. Welche Anforderungen an eine Weiße Wanne gerichtet werden ist seit 2003 in der Richtlinie Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton des deutschen Ausschusses für Stahlbeton geregelt.