Logo Onlineportal Ökologisch Bauen
suche

Mauerziegel



Herstellung

Ausgangsstoff für die Mauerziegelherstellung ist Ton, der oberflächennah in Tongruben abgebaut wird. Der Ton wird im sogenannten "Kollergang" durch schwere Walzen zerkleinert und homogenisiert. Ist der Ton zu fett, so wird er durch Zugabe von Sand oder Kalkgranulat abgemagert. Sollen höhere Rohdichten für die Herstellung von Schalldämmziegel erreicht werden, so wird Kalk- oder Natursteinmehl zugefügt. Der aufbereitete Ton wird dann durch eine Strangpresse gedrückt und die Mauerziegel mit einem Draht auf die gewünschte Größe geschnitten. Die feuchten Ziegel werden dann in der Trockenkammer zwischen 24 und 48 h getrocknet. Anschließend werden die Ziegel mehrere Stunden zwischen 900 und 1200°C gebrannt.

Eigenschaften

Mauerziegel aus Ton zeichnen sich durch ihre Diffusionsfähigkeit und ihre schalldämmenden Eigenschaften positiv aus. Die wärmedämmenden Eigenschaften sind allerdings nur mäßig. So liegt die Wärmeleitfähigkeit eines Hochlochziegel (1800 kg/m?)bei 0,81 W/mK. Deutlich verringert werden kann die Wärmeleitfähigkeit durch sogenannte porosierte Mauerziegel. Dabei wird dem Ton Styroporkügelchen zugesetzt, die beim Brennvorgang vollständig verbrennen und eine Vielzahl kleiner Luftkammern hinterlassen. Die Wärmeleitfähigkeit eines Leichthochlochziegel (800 kg/m?)liegt bei 0,33 W/mK.

Verwendung

Sie kommen bei Außen- und Innenwänden und manchmal bei Zwischendecken und Böden zum Einsatz.

weitere Artikel zum Thema

Porenbeton: luftig bauen
Kalksandstein