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Nachhaltig behaglich: Naturdämmstoffe aus dem Wald


Berge von Schwarten Spreißeln und
Hackschnitzeln sowie Schwacholz
aus Durchforstungen bilden den
Rohstoff für Dämmplatten aus Holzfaser.
Foto: A. Zielke / VHD e.V.

Wuppertal (vhd). Die Nachfrage nach Baumaterialien aus Holz hält ungebrochen an. Mit Naturromantik hat die Besinnung auf Nachhaltigkeit jedoch wenig zu tun; vielmehr mit handfesten ökonomischen und ökologischen Vorteilen, die der verstärkte Einsatz heimischer Hölzer beim Hausbau mit sich bringt.

Sowohl der Mensch als auch die Umwelt profitieren, wenn Kiefern, Fichten, Tannen und Douglasien nicht mehr wie anno dazumal verheizt, sondern nach dem Fällen zu gefragten Baumaterialien verarbeitet werden - zum Beispiel zu Dämmplatten aus Holzfasern.

"Holzfaserprodukte haben sich als Naturdämmstoffe schon seit vielen Jahrzehnten bewährt. Sie zählen zu den besonders wohngesunden Baumaterialen", sagt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD). So gilt es als sicher, dass Holz per se keine Allergien auslöst. Dieses Argument fällt vor allem bei der großen Gruppe der Allergiegeplagten ins Gewicht; mittlerweile muss sich etwa jeder dritte Bundesbürger dazu zählen. Häuser mit Holzfaserprodukten zu dämmen, liegt auch von daher voll im Trend.

Holzfaserdämmplatten lassen sich aus Hackschnitzeln heimischer Nadelhölzer herstellen. Bei vergleichsweise geringem Energieverbrauch werden sie maschinell zerfasert und unter Zugabe von Wasser und Wärme zu einer Art Brei gemischt. In dieser Form beweist die Natur, was in ihr steckt: "Um stabile Dämmplatten zu erhalten, sind keinerlei Klebstoffzusätze nötig. Die Bindungswirkung der Holzfasern beruht allein auf einer Aktivierung ihrer Eigenklebefähigkeit", erläutert Tobias Wiegand. Die eingedickte Masse wird auf eine Langsiebmaschine aufgebracht, unter dem Druck riesiger Walzen zu Platten geformt und wieder entwässert. Nach dem Trocknen erfolgt der Zuschnitt auf das jeweils gewünschte Format. Plattenverschnitt und Holzstaub werden dem geschlossenen Produktionskreislauf direkt wieder zugeführt. Das beim Pressen und Trocknen anfallende Wasser lässt sich ebenfalls aufbereiten und erneut verwenden.

Produkte aus Holzfasern eignen sich vorzugsweise zur Wärmedämmung und Schallisolierung von Fußböden, Wänden, Decken und zur Dachdämmung. Auch als Putzträgerplatten für ökologische Wärmedämmverbundsysteme kommen sie immer häufiger zum Einsatz. Der sommerliche Hitzeschutz gelingt mit Holzfaserdämmplatten genauso vorbildlich wie die energiesparende Wärmedämmung über Winter. Ihre Feuchte regulierende Struktur bewirkt ein ausgeglichenes, zumeist als sehr behaglich empfundenes Raumklima. Außerdem sind Dämmprodukte aus Holzfasern weitgehend alterungsbeständig, was ein spürbares Plus an Wohnkomfort für viele Jahre und Jahrzehnte garantiert.

Weitere anbieterneutrale Informationen über Dämmstoffe aus Holzfasern finden sich auf der Website www.holzfaser.org


Quelle:
Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD)
www.holzfaser.org



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