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Holzleichtlehm

Bei der Holzleichtlehm-Stampftechnik werden rindenfreie Holzhackschnitzel mit Sägespänen oder Hobelspänen mit einer Lehmschlämme in einem Zwangsmischer vermengt. Dabei ist drauf zu achten, dass die Holzhackschnitzel ´einen Restfeuchtegehalt von max 40% aufweisen. Das Holzleichtlehm-Gemisch wird anschließend Lage für Lage in eine Kletterschalung gefüllt und durch Stampfen verdichtet. Die Schalung kann sofort entfernt werden.

Holzleichtlehm hat deutlich geringere Trocknungszeiten als Strohleichtlehm und weist auch ein besseres Schwundverhalten auf. Die Holzleichtlehm-Stampftechnik kommt insbesondere für die Erstellung von Außenwänden, Decken und für die Innendämmung von Fachwerksaußenwänden in Betracht. Bei der Anwendung von Holzleichtlehm als Dachdämmaterial sollten kein Sägemehl und keine Hobelspäne zum Einsatz kommen, um durch eine geringere Rohdichte die wärmedämmende Eigenschaft zu verbessern.

Wie beim Strohleichtlehm werden von verschiedenen Lehmbaufirmen auch aus Holzleichtlehm Ziegel hergestellt, um unabhängig von der Jahreszeit Lehmwände in Trockenbauweise erstellen zu können.