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Wintergarten planen

Holz, Alu oder Kunststoff?

Für die Auswahl des Materials der Tragkonstruktion eines Wintergartens gilt im Prinzip das Gleiche wie für das Rahmenmaterial von Fenstern.

  • Hierbei gilt Holz als beliebtes, ökologisches Material mit warmer, natürlicher Ausstrahlung, die besonders gut zu einem Wintergarten passt, der schließlich gerade die Nähe zur Natur herstellt. Zudem verfügt Holz über sehr gute Wärmedämmwerte. Die Profile werden in der Regel aus verleimten Brettschichthölzern hergestellt, die eine hohe Formbeständigkeit, Stabilität und Rissarmut aufweisen. Allerdings muss Holz gegen Witterungseinflüsse regelmäßig geschützt werden.Sehr beliebt auf Grund seiner langen Lebensdauer bei geringem Wartungsaufwand ist auch Aluminium, dessen Profile immer thermisch getrennt ausgeführt werden müssen.
  • Die Kombination aus Aluminium für den Außenbereich und Holz für den Innenbereich nutzt die jeweiligen Eigenschaften der Materialien optimal aus.
  • Profile aus Kunststoff sind günstig, pflegeleicht und UV-beständig, allerdings nur für begrenzte Spannweiten und nicht für alle Dachformen geeignet. Auch bei der Optik müssen bei Kunststoffprofilen Abstriche gemacht werden. Hinzu kommt, dass die Herstellung von PVC mit erheblichen Umweltproblemen verbunden ist.

Anspruchsvolle Verglasung

Auch über die Materialeigenschaften des Glases kann in dem Artikel Verglasungen von Fenstern ausführlich nachgelesen werden. Klar ist, dass in einem fast vollständig verglasten Raum die Qualität der Verglasung eine besonders große Rolle spielt. Dabei geht es sowohl um die Reduzierung von Wärmeverlusten im Winter als auch um das Erzielen möglichst hoher solarer Gewinne übers Jahr. Die Verglasung übernimmt außerdem den Schall- und den Einbruchschutz. Für Glasdächer ist so genanntes Verbundsicherheitsglas (VSG) vorgeschrieben.

Wohlfühlklima im Wintergarten

Bauphysikalisch ist ein Wintergarten eine echte Herausforderung! Das optimale Raumklima in einem ganzjährig nutzbaren Wohnwintergarten ergibt sich aus der Steuerung von Lüftung, Heizung und Beschattung. Die maßgeblichen Parameter des Klimas im Wintergarten sind die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur und die Temperaturverteilung. Die Lüftung ist dabei enorm wichtig. In einem Wintergarten mit einer sehr guten Außenbeschattung, muss die Luft im Innenraum immer noch 10 Mal pro Stunde, bei einer Innenbeschattung sogar 20 Mal ausgewechselt werden, um Stauluft zu vermeiden! Es kann sowohl thermisch, durch Fenster, Türen und besonderen Lüftungsklappen als auch mit motorischer Lüftung für einen ausreichenden Luftwechsel gesorgt werden. Gerade in Holzwintergärten muss auf eine ausreichende Luftzirkulation in den Eck- und Randbereichen geachtet werden, um Kondenswasserprobleme zu vermeiden.

Die optimale Beschattung

Ein von drei Seiten verglaster Raum muss gegen zu starke Sonneneinstrahlung geschützt werden. Neben der Verwendung von Sonnenschutzgläsern, gibt es drei verschiedene Methoden der Beschattung: Die Beschattungselemente können von außen, von innen oder im Scheibenzwischenraum angebracht werden.

  • Für eine Außenbeschattung eignen sich beispielsweise Markisen, die in Führungsschienen laufen die auf der Tragwerkskonstruktion des Wintergartens befestigt sind. Dabei ist es möglich, alle Flächen, ob senkrecht, waagerecht oder schräg zu beschatten. Systeme, die zwischen den Profilen der Dachkonstruktion befestigt werden, haben den Vorteil, dass eine einzelne Bahn offen bleiben kann, um beispielsweise eine Dachlüftungsklappe frei zu halten.
  • Der Vorteil einer Innenbeschattung liegt darin, dass die Elemente nicht wetterfest sein müssen. Für die Innenbeschattung werden häufig Jalousien gewählt, die nicht nur Sicht-, Blend- und Sonnenschutz bieten, sondern auch, durch das Verstellen der Lamellen, das Licht lenken können. Allerdings gelangt bei einer Innenbeschattung die Wärme bereits auf die Rauminnenseite.
  • Beschattungssysteme im Scheibenzwischenraum gelten als dauerhaft pflegefrei, erreichen allerdings nicht ganz so optimale Werte wie gute außen liegende Systeme.