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Bauratgeber: Was bei der Bauplanung wichtig ist

Buaplanung
© ViennaFrame, fotolia.com

Der Bau eines Hauses sollte sorgfältig geplant werden! Die meisten Menschen bauen in ihrem Leben nur ein- oder vielleicht zweimal. Deswegen ist es notwendig, sich ausgiebig zu informieren und eigene Wünsche und Bedürfnisse zusammenzutragen. Denn auch, wenn keine Erfahrungen im Hausbau vorliegen, verfügt doch jeder über Erfahrungen im Wohnen.
Wichtig ist, dass zunächst die finanzielle Seite geklärt und festgelegt ist, welche Gelder definitiv zur Verfügung stehen und wie die Baufinanzierung aussehen kann. Außerdem ist die Wahl eines passenden Grundstücks eines der ersten Aufgaben für die Bauherren, sofern das Grundstück nicht mit dem Kauf des Hauses von einem Bauträger erworben wird. Und damit geht es auch schon um eine der wichtigsten Grundsatzfragen: Mit wem soll gebaut werden?

Bauträger, Hausanbieter oder Architekt?

Eine Möglichkeit ist also das Bauen mit dem Bauträger. Dieser bietet nicht nur das Haus, sondern auch das Grundstück an. Die Bauherren, oder in diesem Fall Käufer, entscheiden sich also für ein konkretes Haus in einem Baugebiet. In der Regel werden Bauträger-Häuser relativ zügig fertig gestellt und das zu quasi fixen Kosten. Hier sollten Bauherren allerdings Baubeschreibung und Bauvertrag genau prüfen, um zu klären, welche Änderungswünsche zusätzliche Kosten verursachen würden. Ähnlich ist das Bauen mit einem Hausanbieter, nur dass sich jetzt die Bauherren selbst ihr Grundstück suchen und dann für ein Fertighaus entscheiden, das auf diesem Grundstück durch den Fertighausanbieter errichtet wird. Einen großen Vorteil bietet der Besuch von Musterhäusern, in denen sich Bauherren 1:1 ansehen können, wie ihr Haus später aussehen könnte. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Fertighausanbietern, die auf ökologische Bauweise setzen! Unterschieden wird grundsätzlich zwischen schlüsselfertigem Bauen und so genannten Ausbauhäusern, die dann durch Eigenleistung der Bauherren fertiggestellt werden. Wer sich gerne möglichst weitreichend mit in die Planung einbringen möchte, baut mit einem Architekturbüro. Auch wenn Hausanbieter und Bauträger ebenfalls Platz für eigene Wünsche lassen, können beim Bauen mit dem Architekten am besten individuelle Wünsche realisiert werden.
Viele Planungstipps und einen guten Überblick verschiedener Baupartner finden Bauherren auch auf der Seite: www.immobilienscout24.de.

Gebäudeform und Baumaterialien

Klar ist vermutlich bereits, ob ein Ein- oder Zweifamilienhaus oder ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung geplant werden soll. Danach geht es um grundsätzliche Entscheidungen zur Form des Hauses, die natürlich stark von der Wahl des Grundstücks abhängt: Soll ein eingeschossiger Bungalow geplant werden, eine große Stadtvilla oder ein Haus am Hang?
Sinnvoll ist hier eine Liste aller Räume zusammenzustellen, die auf keinen Fall fehlen dürfen und dabei auch Tagesabläufe zu notieren, die für einen entspannten Alltag wichtig sind, denn daraus ergibt sich ein sinnvoller Grundriss, der schließlich großen Einfluss auf die Form des Hauses hat.

Parallel dazu geht es um die Wahl der Baumaterialien. Grundsätzlich muss entschieden werden, ob in Massivbauweise oder in Leichtbauweise gebaut werden soll. Welches Material sagt uns besonders zu? Soll mit ]Holz, Ziegeln oder Kalksandstein gebaut werden oder aus Stahlbeton und Glas? Vielleicht steht auch Ökologie und Wohngesundheit im Mittelpunkt und die Entscheidung fällt auf ein Haus aus Lehm oder in Strohballenbauweise. Gerade die Aspekte Ökologie und Wohngesundheit ziehen sich durch sämtliche Baumaterialien des Hauses vom Dämmmaterial über Treppen, Fenster, Türen und Ausbaumaterialien bis hin zu Farben und Putzen. Gerade die Fassadendämmung ist immer wieder Thema unter Bauherren und Architekten: Was spricht für eine Vorgehängte Fassade und was für ein Wärmedämmverbundsystem?

Planung der Energie- und Haustechnik

Schließlich gehört inzwischen auch das Energiekonzept wesentlich zur Bauplanung dazu. Eine einfache Variante mit wenig Aufwand für den Betrieb sind effiziente Brennwertgeräte, die durch Solarenergie für die Warmwasserbereitung unterstützt werden können. Holzöfen können sowohl als Zentralheizung das gesamte Haus alleine beheizen oder als Kaminöfen mit Wassertasche in Kombination mit einer solarthermischen Anlage und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ein synergetisches System ergeben. Je nach Haus und Grundstück können auch Wärmepumpen oder Mini-Blockheizkraftwerke die passende Technik darstellen.

Neben der Wärme geht es auch um den Strom, den viele Bauherren per PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach gewinnen und je nach Bedarf speichern oder für eine hauseigene E-Mobil-Station nutzen möchten.