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USB-Platten aus Weichlaubhölzern

USB Platten

Die verarbeitete Holzmenge hat sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Umso wichtiger ist die nachhaltige Holzwirtschaft, die immer stärker zum Forschungsgegenstand von Universitäten und Unternehmen der holzverarbeitenden Branche wird.

Die Universität Göttingen führt bis 2014 zusammen mit einem Holzwerkstoffhersteller ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von USB-Platten aus Weichlaubhölzern wie Birke, Erle, Weide, Pappel und Eberesche durch. Ziele des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Projekts sind die Erschließung neuer Rohstoffe sowie die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und  Effizienz bei der Verwertung nachwachsender Rohstoffe.

USB steht für „Unoriented Strand Board“. Anders als bei den bekannteren OSB-Platten („Oriented Strand Board“) werden hier die Holzspäne ungeordnet gestreut verarbeitet, was auf den üblichen Spanplattenanlagen erfolgen kann. Verwendet werden für die USB-Platten „Laubbäumen mit niedriger Umtriebszeit“, die bislang noch wenig von der Holzwirtschaft genutzt wurden und damit in großen Mengen zur Verfügung stehen.

Ein anderes Forschungsprojekt der Universität Göttingen hat sich 2007 bis 2010 mit der Verwendung von Maisabfällen  zur Herstellung besonders leichter Werkstoffplatten beschäftigt. Mittlerweile werden die Platten mit 35-prozentigem Maisanteil von der Firma Pfleiderer AG serienmäßig gefertigt.

Das Landesforst Mecklenburg-Vorpommern untersucht derzeit mögliche Nutzungsformen für Eschenschwachholz, das in Folge des Eschentriebsterbens in größeren Mengen anfällt.