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Naturlacke: Schellack, Buntlack, Decklack, Klarlack![]() Lacke kommen immer dort zum Einsatz, wo eine besondere Wasserbeständigkeit oder Abriebfestigkeit gefordert wird. Ihre Schutzwirkung beziehen Lacke durch ihre ?Filmbildung?: der Lack überdeckt die Oberfläche des Untergrundes (Holz oder metall) vollständig und schirmt sie so vor äußeren Einflüssen ab. Hinsichtlich ihres Erscheinungsbildes kann man grundsätzlich zwischen Klarlacken und Decklacken unterscheiden. SchellackAusgangsprodukt für diesen traditionellen Klarlack sind die Ausscheidungsprodukte
der indischen Schildlaus. Diese werden gesammelt, gereinigt und meist noch
gebleicht. Anschließend wird der trockene Schellack in Alkohol gelöst. Naturharz-KlarlackWie der Name sagt ist der wichtigste Bestandteile dieser Lacke schnell oxidierendes
Naturharz (z.B. Kolophonium). Diese Harze haben die Eigenschaft unter dem
Einfluß von Sauerstoff zu oxidieren und damit auszuhärten. Weitere
Bestandteile sind verschiedene Öle als Bindemittel, organische Säuren,
Tenside, bleifreie Trockenstoffe. Um die Harze zu lösen, die Streichfähigkeit
des Lackes zu gewährleisten und ein möglichst tiefes Eindringen
des Lackes zu erreichen, werden Lösungsmittel eingesetzt. Die Hersteller
sind bemüht den Anteil der Lösungsmittel in den Lacken zu reduzieren
und die als allergen wirkenden ätherische Öle zu ersetzen. Mittlerweile
werden sogar erste Naturlacke auf Wasserbasis angeboten, die gute Verarbeitungs-
und Schutzeigenschaften aufweisen. Naturharz-DecklackNaturharz-Decklacke werden in erster Linie für Fenster- und Türanstriche,
Möbel- und Metallanstriche verwendet. Dabei ist zu beachten, dass die
Hersteller für die verschiedenen Anwendungen (Innen, Außen, starker
Witterungseinfluss, Heizkörper etc.) meist spezielle Lacke anbieten.
Decklacke werden je nach Farbe verschiedene mineralische Pigmente zugesetzt.
Neben der Farbgebung bieten diese einen Schutz vor UV-Einstrahlung. |