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Brennwerttechnik Heizkosten sparen leicht gemacht

Wer sich für einen Brennwertkessel entscheidet, kann leicht Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung einsparen. © Fotolia

Die Brennwerttechnik ist die Bezeichnung für die neueste Generation von Heizkesseln zur Warmwasserbereitung. Im Unterschied zu konventionellen Heizkesseln nutzen Brennwertkessel die Energie des Energieträgers deutlich besser aus, wodurch sich leicht die Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung einsparen lassen.

 

Funktionsweise der Brennwerttechnik

Bei der Verbrennung eines Energieträgers entsteht neben Kohlendioxid und einigen anderen Gasen auch eine ganze Menge Wasserdampf. Kühlt man die Abgase herunter, so lassen sich die Abgasverluste deutlich verringern. Hinzu kommt, das es bei der Kondensation des Wasserdampfs zu einem zusätzlichen Wärmegewinn kommt.
 


 

Die Absenkung der Abgastemperatur kann durch den abgekühlten Rücklauf der Heizungsanlage erfolgen. Die Heizungsanlage sollte deshalb so ausgerichtet sein, dass die Rücklauftemperatur möglichst niedrig ist. Die Kondensation kann entweder im Brennkessel selbst oder in einem nachgeschalteten Wärmetauscher erfolgen. Da das Kondensat stark sauer ist, müssen alle Bauteile die mit dem Kondensat in Berührung kommen (Brennkessel, Abgasanlage, Wärmetauscher) aus korrosionsfreiem Material bestehen. Bei der Nachrüstung einer Heizungsanlage mit einem Brennwertkessel muss deshalb darauf geachtet werden, dass auch die Abgasanlage inclusive Schornstein den Erfordernissen entspricht und gegebenenfalls nachgerüstet wird.

Verbrennungsluftvorwärmung im Brennwertkessel

Werden die warmen Abgase genutzt, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen, so können die Abgase unabhängig von der Temperatur des Rücklaufs abgekühlt werden. Dies geschieht in der Regel durch ein sogenanntes Rohr-in-Rohr-System, bei dem die Abgaswärme im inneren Rohr an die Luft abgegeben wird, die im äußeren Rohr zum Brennkessel strömt.

Schema Niedertemperaturkessel

Wirkungsgrad

Bezieht man den Wirkungsgrad auf den Heizwert eines Energieträgers, so läßt sich mit modernen Niedrigenergie-Heizkesseln ein Wirkungsgrad von ca 94 % erzielen. Durch die Verringerung der Abgasverluste auf unter 1 % und der Nutzung der Kondensationswärme lassen sich durch die Brennwerttechnik bezogen auf den Heizwert Wirkungsgrade von bis zu 109 % erreichen. Dabei ist die Höhe der Kondensationswärme abhängig von der Kondensatmenge, die ihrerseits wieder vom Wasserstoffgehalt des Energieträgers abhängt und beispielsweise beim Erdgas deutlich höher ist, als beim Heizöl.

Schema Brennwertkessel