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Trittschalldämmung

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Das Auftreten auf den Fußboden verursacht in Abhängigkeit von Fußbodenbelag und Schuhsohlen Trittschall. Dieser wird über Decken und Wände in die umliegenden Räume weitergeleitet und dort mehr oder weniger stark wahrgenommen. Die Beschaffenheit des Fußbodens hat bereits einen sehr wesentlich Einfluss auf die Ausprägung des Trischalls. Weiche, hochflorige Teppichböden erzeugen dabei durch die dämpfende Wirkung des Belags erfahrungsgemäß weniger Trittschall als z.B. harte Böden aus Parkett oder Massivholzdielen.

Um diesen Trittschall zu minimieren, gilt es bei Bau- und Ausbaumaßnahmen eine Trittschalldämmung vorzusehen.

Trittschalldämmung bei Parkett und Massivholzdielen

Bei der Trittschalldämmung handelt es sich um eine elastische Schicht im Fußbodenaufbau, welche die entstehenden Erschütterungen dämpfen soll. Gebräuchliche umweltfreundliche Materialien zur Trittschalldämmung sind Kork, Holzfaserplatten oder Kokosfaser. Diese Materialien werden entweder unter dem Estrich, zwischen Estrich und oder direkt unter den Fußbodenbelägen (z.B. Massivholzdielen) verwendet. Je nach Art des Fußbodenaufbaus erfolgt die Verlegung der Trittschalldämmung flächig oder nur punktuell. Bei schwimmend verlegtem Parkett beispielsweise muss die gesamte Fläche mit einer Trischalldämmung ausgelegt werden. Handelt es sich um einen Massivholzboden, der auf einer Holzunterkonstruktion verschraubt wurde, so reicht es nur die Auflagepunkte zwischen Holzlattung und Dielen abzufedern.

Unter ökologischen Gesichtspunkten sollte auf eine Trittschalldämmung aus Kunststoff verzichtet werden.

Ganz wichtig ist es, dass der Fußbodenbelag und eine mögliche Unterkonstruktion vollständig von den umliegen Wänden entkoppelt sind, damit keine Schallübertragung erfolgen kann.

Dampfbreme oder Dampfsperre?

Wird der Holzboden direkt schwimmend auf den Estrich verlegt oder liegen unter dem Fußboden ungeheizte Räume, so muss verhindert werden, dass Feuchtigkeit von unten in den Boden aufsteigen kann. Es ist deshalb ratsam in diesen Fällen eine Dampfsperre bzw Dampfbremse unter der Trittschalldämmung zu verlegen. Dabei handelt es sich um eine dünne Folie, die die aufsteigende Feuchtigkeit entweder ganz (Dampfsperre) oder teilweise (Dampfbremse) davon abhält in den Fußbodenbelag einzudringen und möglicherweise zu beschädigen.

Trittschalldämmung durch Masse

Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Trittschalldämmung insbesondere in Holzhäusern besteht in der Erhöhung der Masse der Decken. Dadurch kann diese nicht so leicht in Schwingungen versetzt werden. Hierzu werden entweder Gehwegplatten auf die Deckenschalung gelegt oder der Deckenhohlraum eine Schüttung (z.B. mit Perlite) aufgefüllt.