Vorhandenen Pufferspeicher mit Solarkollektoren befüllen

Frage von frieder | 04.06.2008
Hallo,

zu meiner zum Teil eigenkonzipierten Heizungsanlage möchte ich meiner bestehenden Anlage zusätzlich Flachkollektoren für meine Brauchwassernutzung zuschalten.

Meine derzeitige Heizungsanlage besteht aus einer 70 kw Holzheizung mit einem selbstgebauten Pufferspeicher von 6.500 Litern. Betrieben werden 2 eigenstehende Einfamilienhäuser mit insgesamt 11 Personen.

Das Warmwasser über die Kollektoren würde ich nur von April bis September nutzen, da in den anderen Monaten die Holzheizung sowieso betrieben wird und dadurch das Warmwasser vorhanden ist.

Bei Bekannten von mir, die die Brauchwassernutzung über Kollektoren betreiben haben folgendes Problem: bei 2 Wochen Sonnenschein (Sommermonate) haben sie genügend

Warmwasser. Wenn der Solarpufferspeicher gefüllt ist (1.000 Liter), kann die überschüssige Wärme nicht genützt werden. Bei einem Wetterumbruch (Regen, kalt) liefert der Solarspeicher am 3. Tag nur noch 35 Grad und die Heizung muß leider wieder in Betrieb genommen werden, obwohl zuvor 3 Wochen sonniges Wetter war.

Dies ist für mich nicht zufriedenstellend, wenn im Hochsommer nach einer langen Schönwetterperiode es zu einem Wetterumschwung kommt und ich ohne Sonne am 3. Folgetag nur noch 35 Grad Warmwasser habe.

Nun meine Frage:
Wäre es denkbar, mit Flachkollektoren meinen vorhandenen Pufferspeicher von 6.500 Litern über einen längeren Zeitraum an Sonnentagen langsam zu befüllen? Mit jedem Sonnentag würde sich mein Pufferspeicher ein Stück mehr füllen, und die Energie könnte dadurch länger gespeichert werden.
Antwort von Gerd Hansen | 06.06.2008
Da ist leider eine natürlich Grenze gesetzt, weil der Speicher kontinuierlich Wärme verliert, auch bei bester Dämmung. Und das umso mehr, je höher die Wassertemperatur ansteigt.
Optimal wäre sicher folgende Lösung: Die neuen Kollektoren (etwas größer auslegen als üblich) laden den Pufferspeicher. Auslegung so, dass die Puffertemparatur im besten Fall höchstens 60 ° erreicht.
Ein neuer kleiner (ca. 300 L.) Brauchwasserspeicher wird dahintergeschaltet. Dieser Speicher wird auf 55 Grad gehalten, um die Warmwasserversorgung stets zu sichern. Dies kann durch eine Miniwärmepumpe geschehen, die als Medium den Pufferspeicger nutzt und damit eine Arbeitszahl von mindestens 5 erreichen würde (aus 1 kWh Strom werden 5 kWh Wärme).
In Übergangszeiten würde das auch für die Heizung ausreichen, wenn die Wärmepumpe und der zusätzliche Speicher etwas größer als Kombispeicher ausgelegt würde.
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