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Mauerwerksbau Kalksandstein und Mauerziegel aus Ton

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Mauerwerksbau vermittelt Sicherheit

Nach wie vor gibt vielen Bauherrn der Mauerwerksbau ein besonders starkes Gefühl von Sicherheit und Wertbeständigkeit. Tragfähigkeit, Brandschutz und Haltbarkeit des Mauerwerks spielen dabei eine große Rolle.

Häufig wird der Begriff Massivbau ausschließlich mit Beton- oder Mauerwerksbau gleichgesetzt. Das ist nur bedingt richtig, denn auch Holzhäuser können in Massivbauweise erstellt werden, und dies mittlerweile auch mit deutlich mehr Geschossen als in Mauerwerk.

Je fester der Stein, desto geringer die Dämmungwirkung

Per Definition werden in einem Mauerwerksbau einzelne druckfeste Elemente (sprich: die Mauersteine) mit Mörtel bzw. Kleber in einem Mauerwerksverband miteinander verbunden. Dabei kann der Wandaufbau einschalig (monolithisch) oder mehrschalig aufgebaut sein. Generell gilt: Je schwerer der Stein, desto höher ist seine Tragfähigkeit, desto dünner kann die Wand ausgebildet werden. Auch der Schallschutz ist umso besser, je schwerer der Stein ist. Aber mit steigender Festigkeit, nimmt auch die Wärmeleitfähigkeit zu, die Dämmwirkung entsprechend ab.

Den Wärmeschutz verbessern

Im Mauerwerksbau hat sich viel verändert in den letzten Jahren. So konnte beispielsweise durch größere Steinformate und leichtere Steine das Verbauen der Steine erleichtert und damit der gesamte Bauablauf stark beschleunigt werden.
Auch in punkto Wärmeschutz gab es Verbesserungen: Passgenaue Steine machen größere Mörtelfugen als Ausgleichsmasse für ungleiche Steinformate überflüssig. Dies kommt dem Wärmeschutz entgegen, denn je geringer der Fugenanteil mit seiner relativ hohen Wärmeleitfähigkeit, desto günstiger ist dies für den Wärmeschutz. Bei so genanntem Dünnbettmörtel beträgt die Fugendicke lediglich ein bis drei Millimeter.

Grundsätzlich gibt es heute drei Systeme:

  • Der Dämmziegel ist ein sehr leichter Stein aus Ton, Gasbeton oder auch Vulkangranulat. Auch kann durch Zusätze wie Blähton oder Polystyrolkugeln der U-Wert verringert werden. Durch das Füllen von Hochlochziegeln mit Perliten oder Styropor wird die Wärmeleitfähigkeit Hiermit kann auch nach heutigen Energiesparanforderungen in monolithischer Bauweise ein  recht guter U-Wert der Außenwand erreicht werden. Aufgrund ihrer geringen Tragfähigkeit eignen sich Dämmziegel aber nur für Ein-oder Zweifamilienhäuser.
  • Vollziegel aus Kalksandstein, Ton oder Beton sind durch ihre höhere Dichte deutlich tragfähiger, verfügen jedoch über eine hohe Wärmeleitfähigkeit, sodass sie immer mit einer Wärmedämmung kombiniert werden müssen, z.B. einer vorgehängten hinterlüfteteten Fassade mit Dämmschicht oder einem WärmeDämmVerbundSystem (WDVS).
  • 'Hybridsteine' aus tragfähigem Vollstein und einer aufkaschierten Dämmziegelschicht z.B. aus Gasbeton oder eine im inneren eingearbeiteten Dämmschicht.

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