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Klimaschutz stärkt Baubranche

Deutschlands Zukunftshäuser öffnen ihre Türen

Mit dem bundesweiten „Tag der Energiespar-Rekorde“ macht die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) auf das große Potenzial der Gebäudesanierung für die deutsche Wirtschaft und den Klimaschutz aufmerksam und will die Modernisierungslust der deutschen Bauherren und Hausbesitzer wecken. Nach Berechnungen der dena lässt sich bis 2020 der jährliche Wärmebedarf von Gebäuden um 19 Prozent senken und der damit verbundene Ausstoß von Kohlendioxid um 70 Millionen Tonnen reduzieren.

Musterbeispiele für energetische Sanierung sind die über 140 Zukunftshäuser des dena-Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“, die am 16. Juni bei einem bundesweiten Aktionstag erstmals einem breiten Publikum vorgestellt werden. Stephan Kohler, dena-Geschäftsführer: „Energieeffizienz im Gebäudebestand kann von allen Verbrauchssektoren den größten Einzelbeitrag zum Klimaschutz leisten. Maßnahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden bergen außerdem ein immenses Potenzial für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Rund neunzehn Millionen Wohnungen stehen hier zu Lande in den nächsten Jahren zur Sanierung an. Wird Haus für Haus modernisiert, würden so über einen längeren Zeitraum zehntausende Arbeitsplätze jährlich entstehen und die Baubranche könnte sich über eine durchgreifende Belebung des Geschäfts freuen.“

Im Jahr 2006 wurden rund 265.000 Wohnungen und Eigenheime mit Darlehen der KfW Förderbank energetisch saniert. Es wurden Kredite in Höhe von fast fünf Milliarden Euro im Rahmen der energetischen Sanierung zugesagt und Investitionen in Höhe von 11 Milliarden Euro ausgelöst. Insgesamt konnten so rund 900.000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden werden. Kohler aber reicht dies noch lange nicht: „Der Sanierungsstau der letzten Jahre löst sich erst allmählich auf. Wir wollen die Sanierungsquote deutlich steigern und gleichzeitig die energetische Qualität der Maßnahmen erhöhen.“

Hausmodernisierungen sind ein personalintensives Geschäft. Für bessere Wärmedämmung, den Einbau moderner Fenster und intelligenter Heizungstechnik werden versierte Architekten, Handwerker und Energieexperten gebraucht. Die Investition kommt somit unmittelbar Betrieben in der Region zu Gute. Wird hingegen in Deutschland ein Neubau errichtet, entfällt der größere Teil der Investitionen auf das Baumaterial. Im Verhältnis zur Gesamtinvestition schafft Modernisieren mehr Arbeitsplätze: Nach der bisherigen Erfahrung werden mit jeder investierten Milliarde Euro 25.000 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen. Gleichzeitig gehen Experten von einem Investitionsbedarf in Höhe von 30 bis 40 Milliarden Euro aus.

Am 16. Juni sind deutschlandweit vorbildlich energetisch sanierte Objekte vom Einfamilienhaus der 60er Jahre über das Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert bis zum großen Plattenbau zu besichtigen. Darüber hinaus können bei zentralen Veranstaltungen in Hannover, Bochum, Darmstadt, Chemnitz, Augsburg und Konstanz Interessierte Energiesparen zum Anfassen erleben und werden von Energieexperten beraten. Unterstützt wird der Tag der Energiespar-Rekorde von der BHW und Isover.



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