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Öko-Dämmstoffe im Überblick: Wärmeschutz aus der Natur![]() Schwäbisch Hall, 9. November 2004 - Wolle und Flachs, Hanf und Kork: Natürliche Dämmstoffe überzeugen mit hervorragenden baubiologischen Eigenschaften und garantieren ein behagliches Wohnklima. Schafwolle etwa filtert Schadstoffe aus der Luft und wirkt, ebenso wie Hanf und Flachs, ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit. Auch hinsichtlich der Brandsicherheit sowie der Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen und Schimmel gibt es keine Probleme. So verwundert es nicht, dass Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sich bei Bauherren steigender Beliebtheit erfreuen. Zumal sie neben ihren ausgezeichneten Produkteigenschaften auch mit ihrer Ökobilanz überzeugen. Schließlich wird zu ihrer Herstellung nur wenig Energie verbraucht und sie lassen sich problemlos recyceln. Die Experten von Schwäbisch Hall haben einen Überblick über die wichtigsten Öko-Dämmstoffe und ihre Eigenschaften zusammengestellt. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Hanf werden gerade wieder neu entdeckt. Als Dämmmaterial steht die anspruchslose Ackerpflanze in Form von Matten („Thermohanf“), Stopfwolle und sogar zum Einblasen in Hohlräume zur Verfügung. Hanf dämmt ausgezeichnet, wirkt ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit und ist ohne Behandlung resistent gegen Schädlinge und Schimmel. Preis der Matten: ca. 30 Euro pro m2. Dämmstoff aus Flachs, der Pflanze, die so attraktive blaue Blüten treibt, bietet eine sehr gute Dämmwirkung und reguliert zudem das Raumklima. Er ist auch für Heimwerker leicht und schnell zu verarbeiten: Die elastischen Dämmplatten werden einfach zwischen die Hölzer der Wandkonstruktion beziehungsweise die Dachsparren geklemmt. Preis: je nach Stärke 7 bis 32 Euro pro m2. Schafwolle kann Schadstoffe aus der Luft filtern und bis zu 30 Prozent ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne ihre Dämmwirkung einzubüßen – ausgezeichnete Voraussetzungen für ein gutes Raumklima. Sie ist geruchsneutral und beständig gegen Schimmel und Motten, zudem kann sie auch vom Heimwerker problemlos verarbeitet werden. Preis: 35 bis 85 Euro pro m2. Aus Altpapier recycelte Zellulose ist ein Klassiker unter den Öko-Dämmstof-fen. Sie wirkt ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit und hat eine besonders hohe Wärmespeicherfähigkeit, schützt daher nicht nur vor Wärmeverlusten, sondern im Sommer auch vor Überhitzung. Sie ist außerdem langlebig und eignet sich gut zur Schalldämmung. Aber: Die Dämmung mit Zellulose ist nur etwas für Fachfirmen. Preis: ab ca. 92 Euro pro m2 inkl. Einbau. Selbst ein Space Shuttle wird durch einen Wärmeschild aus Kork geschützt – am Bau gibt es den Stoff in Form von Platten und Rollen sowie als Schüttgut. Kork kann sehr viel Wärme speichern, eignet sich zum Einblasen in Hohlräume und – als einer der ganz wenigen Öko-Dämmstoffe – in Plattenform zum Dämmen von Fassaden, die danach verputzt werden können. Preis: je nach Plattenstärke 4 bis 20 Euro pro m2. Stattliche staatliche FörderungÜbrigens: Dank des Markteinführungsprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ können Bauherren stattliche Zuschüsse vom Bundeslandwirtschaftsministerium bekommen. 40 Euro pro m2 gibt es für Dämmstoffe der Kategorie I, 30 Euro pro m2 für Materialien der Kategorie II. Welche Stoffe zu welcher Kategorie gehören, hängt nicht nur vom Rohstoff, sondern auch vom Hersteller ab. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.naturdaemmstoffe.info. Dort kann man auch Antragsformular herunterladen.
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