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Gipsfaserplatten

Gipsfaserplatten müssen an den Stößen verspachtelt und geschliffen werden.

Gipsfaserplatten werden aus einem Gemisch von Gips und Zellulosefasern hergestellt. Durch die Fasern erhalten die Platten ihre Stabilität. Im Gegensatz zu den Gipskartonplatten benötigen Gipsfaserplatten deshalb keine Kartonummantelung.

Eigenschaften von Gipsfaserplatten

Gipsfaserplatten werden in die Baustoffklasse A2 - nicht brennbar - eingestuft. Sie können in Feuchträumen eingesetzt werden und zeichnen sich durch ihre hohe Stabilität aus. In einer 12,5mm Gipsfaserplatte kann ein Hohlwanddübel eine Last von bis zu 50kg aufnehmen. Die deutlich höhere Stabiliät ist einer der wesentlichen Vorteile gegenüber der Gipskartonplatte.

Verarbeitung

Gipsfaserplatten können sehr leicht durch Ritzen, Brechen, Sägen, Fräsen und Bohren bearbeitet werden. Das Durchtrennen einer Platte erfolgt entweder durch einseitiges Anritzen mit einem Messer und anschließendem Brechen an einer Kante oder durch Sägen mit einem Fuchsschwanz oder einer Elektrosäge.

Anwendungsgebiete von Gipsfaserplatten

Gipsfaserplatten werden im Trockenbau für die Wand- und Deckenverkleidung verwendet. Als Unterkonstruktion dienen entweder Stahlprofile oder eine Holzständerkonstruktion. Zwischen den Platten muss ein ca 5-7 mm breiter Spalt belassen werden. Dieser wird anschließend mit einer speziellen Fugenmasse verspachtelt und geschliffen. Alternativ können die Platten auch verklebt werden. Damit Gipsfaserplatten direkt mit  Wandfarbe gestrichen werden kann, muss der Vorgang von Spachteln und Schleifen 2-3 mal wiederholt werden. Gipsfaserplatten können aber nicht nur direkt gestrichen werden. Sie eignen sich ebenso als Untergrund für Tapete, Fliesen und Putz.

Vorteile von Gipsfaserplatten

  • Gegenüber Gipskartonplatten sind Gipsfaserplatten deutlich stabiler und können besser bearbeitet werden.
  • Sie sind weniger empfindlich für Feuchtigkeit, da sie nicht mit  Papier kaschiert sind.