Haus dämmen oder Wärmepumpe mit Erdwärme

Frage von Tabby | 10.02.2009
Hallo,
wir planen den Kauf eines Reihenendhauses von 1978, 135 qm Wohnfläche, 2 Geschosse, Satteldach. Die Wände bestehen aus 30cm porosierten Tonziegel. Der Ölkessel ist genauso alt und muss raus. Wie machen wir uns ab besten unabhängig von Öl und Gas? Ich schwanke zwischen Optimierung der Aussenhülle plus Gaskessel oder Einbau vom Wärmepumpe mit Erdwärme. Für beides reicht unser Budget gerade nicht.

Was macht mehr Sinn? Und muss ich für den Wirkungsgrad der WP die Heizkörper durch eine Fußbodenheizung ersetzen, was das ganze noch teurer machen würde?

Achso, die Decke über dem zweiten Geschoss zum Dach hin dämmen wir auf jeden Fall, das ist eine Balkendecke, in die wir warscheinlich Zeitungsflocken einblasen lassen.
Antwort von KK | 11.02.2009
Hi Tabby, Das Isolieren sollte Vorrang haben. Nicht unbedingt, weil es sich schneller rechnet. Aber wenn man auf die alte Bausubstanz eine hochmoderne Heizung auslegt, ist das nicht zukunftstsicher. Irgendwann will man die Hülle dann doch dämmen und dann ist die neue Heizung schon wieder zu groß dimensionert soll heißen uneffektiv!

Was die meisten nicht bedenken: Die Dämmung erhöht die Gemütlichkeit im Winter total ! Seit wir in einen hochgedämmten Haus leben, weiss ich erst was für uns früher im Backsteinbau angetan haben. Ich würde sogar neuen Fenster mit 3-fach Glas empfehlen, die gibt es mit einem Uwert von 0,6, besser wie unsere alten Wände. Da sitzt man davor und fühlt sich wohl auch ohne dicken Heizkörper vor der Fensterbank.

Ich glaube dass dampfoffene Dämmung wie Holzfaserplatten optimal sind für die Fassade. Kann man hinterlüftete Holzschalung vorhängen, gibt aber auch Systeme zum verputzen.

Die Erdwärmepumpe finde ich für ein kleines Haus viel zu teuer allein die Erdsonde kostet ja ohne Ende. Das macht man am besten nur, wenn sich die ganze Reihehausbewohner zusammetun. Weiterhin mußt Du Geld aufwenden für eine Flächenheizung, die Heizkörper sind bestimmt auf 60 Grad ausgelegt. Die Erdwärmepumpe schafft aber nur bei niedrigen Heizwassertemp einen guten Wirkungsgrad. Stichwort Jahresarbeitszahl, muss über 3 liegen damit sichs überhaupt rentiert. Mit Flächenheizung (kann ja auch in der Wand sein) kommt man auf bis zu 5!
Allerdings ist die Erdwärmepumpe momentan die Heizquelle, die über die Jahre am wenigsten Wartungskosten verursacht. Aber wer weiß schon, was es in ein paar Jahren noch für neue Techniken gibt, und wie die Strompreise steigen.
Antwort von tmw | 03.12.2010
Muss mich an der Stelle meinem Vorredner anschließen. Denn gerade wenn nicht wirklich viel Geld für die Heizung da ist, würde ich erstmal eine Gasheizung mit Brennwerttechnik installieren und dann dem Budget entsprechend langsam das Dämmen angehen.

Bei einer neuen Gasheizung sind in der Regel auch Anschlüsse für Solar vorhanden, sodass man sich später noch etwas unabhängiger vom Gaspreis machen kann.
Antwort von WilliRueger | 06.02.2014
Hallo Tabby, uns ist es genauso ergangen. Wir haben unser Haus mittlerweile vollständig renoviert. Zuerst hatten wir mit den Fenstern begonnen. Dazu kann ich z.B. die Seite http://www.fensterhandel.de empfehlen. Die Fenster hat uns ein Bekannter eingebaut.
Nach und nach haben wir unsere Ziele umgesetzt. Nach den Fenstern war die Heizung dran. Ein neuer Brenner musste her. Wir haben hier komplett auf Gas umgestellt. Erst ganz zum Schluss haben wir die Hülle gedämmt.

Gruss Willi
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Wärmepumpe

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