Massives Holzhaus - Gipsfaserplatten oder Gipskartonplatten

Frage von motz | 06.10.2014
Guten Tag,

ich bin gerade dabei ein Massives Holzhaus zu bauen.
Jetzt muss ich mich entscheiden ob ich ihnen auf die Holzwände Gipskartonplatten oder Gipsfaserplatten montiere.
Man hört von verschiedene Person ganz unterschiedlich Meinungen zu diesem Thema und deshalb bin ich mir jetzt nicht sicher was hier zu empfehlen ist.
Was ist Ihre Meinung / Erfahrung?
Antwort von Admiral | 06.10.2014
Hallo,

erstmal Glückwunsch zum Holzhaus. Wohne selbst seit 15 Jahren in einem Holzhaus, allerdings nicht massiv sonder in Holzständerbauweise.

Wir haben an allen Wänden Gipsfaserplatten und würden das auf jeden Fall wieder so machen. Ich schätze vor allem die deutlich höhere Stabilität von GF gegenüber GK. Wenn ich irgendwas an der Wand befestigen muss, dann brauche keinen Dübel sondern gehe mit der Schraube direkt in die Gipskartonwand. Das hält super. Wenn man schwere Lasten aufhängen will (z.B. Küchenschränke) dann muss man natürlich auch bei GF entsprechend hinterfüttern, aber sonst geht das eigentlich immer ohne.

Bei den Gipskartonplatten wird die STabilität nur durch die beiden Papierschichten hergestellt und anscheinend soll der Gips dazwischen nicht so hochwertig sein. Doch da habe ich keine gesicherten Kenntnisse drüber.
Antwort von motz | 07.10.2014
Hallo,

danke für ihre Antwort.
Das mit der Stabilität war mir auch bekannt, gibt es aber vom Wohnklima her einen Unterschied zwischen GF und GK?
Der Preis zwischen GK und GF ist ja auch um einiges höhrer, deshalb muss es ja einige Unterschiede Vorteile geben ;)

Lg
Antwort von Peter Svenson | 08.10.2014
Guten Tag,
ich bin ebenfalls Freund der stabileren Gipsfaserplatten, habe sie selbst auch in meinem Holzhaus verbaut. Man muss die Arbeit sorgfältig ausführen, da normalerweise ohne Bewehrungsbändern über den Fugen gearbeitet wird wie bei GK-Platten. Eine etwas höhere Gefahr von Haarrissen bleibt u.U., finde ich persönlich aber nicht tragisch, selbst in Beton kriegt man Haarrisse.
Die GF-Platte ist etwas schwerer, kann also auch schneller und mehr Wärme abspeichern, was aber keinen allzu großen Effekt auf das Raumklima haben dürfte, da Sie ja in Massivholz bauen. Außerdem ist sie auch weitgehend wasserfest, was ich neben all den bereits beschrieben Vorteilen auch sympathischer finde.
Antwort von woodpecker | 08.10.2014
Gipsfaserplatten sind deutlich weniger empfindlich als gegen Nässe als Gipskartonplatten. Neben der höheren Stabilität finde ich diesen Aspekt doch sehr bedeutsam.

Aus baubiologischer Sicht unterscheiden sich die beiden Plattentypen glaube ich nicht besonders. Beide enthalten Naturgips und REA Gips. Für Fermacell Gipsfaserplatten gibt es eine Untersuchung durch das Institur für Baubiologie Rosenheim. Da wurde auf allerhand Schadstoffe untersucht und nichts nennenswertes gefunden.
http://www.fermacell.nl/nl/docs/IBR_Gutachten_Gipsfaserplatten_alle_Werke_bis_04-2012.pdf

Für Gipskarton ist mir leider nichts vergleichbares bekannt, wird sich aber auch nicht groß unterscheiden.
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Gipskartonplatten

Gipskartonplatten bestehen aus zwei Schichten feinem Karton mit einem 9,5 bis 25 mm starken Kern aus Gips. Dabei wird entweder Naturgips oder REA-Gips, ein Abfallprodukt aus den Braunkohlekraftwerken, verwendet. Ihre Stabilität erhalten die Gipskartonplatten durch die beiden Lagen Karton. [mehr]