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Gartenteich anlegen

Mit einem Gartenteich kommen Erholung und Urlaubsgefühl in den Garten. Gleichzeitig entsteht sowohl für Pflanzen als auch für Tiere ein natürlicher Lebensraum – ein kleines Biotop!

Die richtige Größe

Je größer der Gartenteich ist, desto vielfältiger kann er angelegt werden. Ansonsten gibt es für die Teichgröße keine Einschränkungen. Die Möglichkeiten reichen vom Mini-Teich mit kleiner 50-Liter-Kunststoffwanne bis hin zum kombinierten Garten- / Schwimmteich mit Holzsteg und Sonnenfelsen. Wichtig ist, dass die Größe des Teichs zur Größe des Gartens passt und dass die Logistik, beispielsweise der Abtrag der Erde, auch zu bewerkstelligen ist.

Wanne oder Folie

Grundsätzlich gibt es verschiedene Methoden, einen Gartenteich anzulegen. Mit Kunststoffwannen können relativ einfach Teiche in vorgegebenen Formen und Größen gebaut werden. Besonders robust sind Teichschalen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Die Ausmaße sind bei einer festen Form allerdings begrenzt. Mit mehreren Wannen lassen sich wiederum schöne Wassergärten mit unterschiedlichen kleineren Becken anlegen. Große Teiche werden in der Regel mit einer Kunststofffolie ausgelegt, die einerseits reißfest sein muss und sich dennoch gut verarbeiten lassen sollte. Teichfolien aus PVC enthalten Weichmacher, Stabilisatoren und Chlor. Aus ökologischer Sicht sollten daher Öko-Teichfolien aus Polyethylen (PE) oder Kautschuk (EPDM) bevorzugt werden. Sie sind haltbar und umweltverträglich. Als Naturbaustoffe sind alternativ Teichschalen aus Lehm oder Ton möglich. Die Herstellung ist allerdings mühsam und weder Lehm noch Ton sind hundertprozentig wasserdicht.

Konstruktionsaufbau

Soll der Teich nicht mit einer fertigen Wanne hergestellt werden, wird nach dem Aushub eine so genannte Sauberkeitsschicht aus Sand angelegt, die verhindert, dass sich spitze Steine aus dem Boden in die Folie drücken können. Zusätzlichen Schutz bietet ein Vlies unter der Folie. Die Teichfolie wird dann in der Regel nach Aufmaß ab Werk geschweißt und muss anschließend vor Ort verlegt werden. Das ist auch in Eigenleistung möglich, braucht allerdings je nach Teichgröße, ein gewisses Maß an Kraft und Geduld.

Brauche ich eine Pumpe?

Nein! Wird der Teich richtig angelegt und mit den geeigneten Pflanzen bestückt, werden diese den Gartenteich mit ausreichend Sauerstoff versorgen. Im Gegenteil – Auch Pumpen und Filter müssen in das Gesamtkonzept so eingebaut werden, dass sie weder empfindliche Pflanzen behindern, noch nützliche Mikroorganismen aus dem Wasser saugen. Wer allerdings mit Wasser im Garten auch beruhigende Wassergeräusche, wie sie ein Springbrunnen verursacht oder bewegtes Wasser in einem künstlich angelegten Bachlauf verbindet, wird eine Pumpe benötigen. Dabei sollten übrigens nur Produkte mit Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) verwendet werden, so dass bei einer Störung der Stromfluss sofort unterbrochen wird. Eine ökologische Alternative bieten Solarpumpen, die leider noch selten auf dem Markt zu bekommen sind.

Pflanzen für den Gartenteich

Der Klassiker im Gartenteich ist die Seerose. Aber die Auswahl an Pflanzen für das eigene Garten-Biotop ist natürlich riesig. Zunächst einmal unterscheidet man die Pflanzen für den Teich und die Pflanzen für den Uferbereich. Uferpflanzen sind Gehölze, Stauden und Gräser, die dem Teich Schutz und vielen Tieren Unterschlupf bieten. Wichtig ist bei der Auswahl der Pflanzen generell, dass keine Pflanzenart dabei ist, die zu mächtig werden kann und auch Algen sich nicht konkurrenzlos ausbreiten können. Gepflanzt wird in magerem Boden wie Lehm oder Sand. Dieser wird entweder in Pflanzmulden direkt auf den Teichboden oder in mobile Pflanzkörbe gefüllt. Humus, Kompost oder andere nährstoffhaltige Erde gehört nicht in den Gartenteich. Sonst kommt es schnell zur Algenpest.