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Mit Regenwasser Wäsche waschen

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Regenwassernutzung hat Konjunktur. Vor allem bei Neubauten greifen immer mehr Bauherren auf die einfache Technik zurück und sparen so wertvolles Trinkwasser. Unumstritten ist dabei, Regenwasser für die Gartenbewässerung und die Toilettenspülung einzusetzen. Bei der Frage ob sich Regenwasser auch zum Wäschewaschen eignet, scheiden sich allerdings die Geister. Dabei werden immer hygienische Bedenken ins Feld geführt.

Regenwasser ist kalkfrei

Denn aus technischer Sicht ist Regenwasser sehr viel besser zum Wäsche waschen geegnet, als das meiste Trinkwasser. Der Grund liegt darin, dass Regenwasser keinen Kalk enthält und dadurch die waschaktiven Substanzen nicht abgepuffert werden. Je nach Kalkgehalt des Trinkwassers lässt sich dadurch bis zu 60% an Waschmittel einsparen. Der Einsatz eines Wasserenthärters erübrigt sich ganz. Und letztendlich wird auch ein Verkalken der Heizstäbe verhindert, was Energie spart und die Lebensdauer der Waschmaschine erhöht.

Regenwasserqualität: besser als man denkt

Die Vorbehalte gegen Regenwasser in der Waschmaschine sind in der Regel irrational. Denn die Regenwasserqualität in der Zisterne ist meist besser als man denkt. Bei fachmännisch eingebauten Regenwassernutzungsanlagen kann man heute davon ausgehen, dass die Regenwasserqualität der von Badewasser entspricht. Vorraussetzung ist hierfür, dass das Regenwasser kühl und vor Licht geschützt gelagert wird. Anderfalls würde das Wachstum von Keimen und Algen gefördert, was die Qualität des Regenwassers beeinträchtigt. Ein Einbau der Zisterne im Erdreich kommt diesen Kriterien entgegen.

Selbstreinigung durch Ruhe

In der Regel besitzt eine Regenwassernutzungsanlage zwei Reinigungsstufen. Die groben Schwebstoffe wie z.B. Laub werden durch einen Filter zurückgehalten. Dieser weist eine Maschenweite zwischen 0,2 und 0,8mm auf und sollte mindestens einmal im Jahr von Hand gereinigt werden. Die zweite Reinigungsstufe ist die Selbstreinigung des Regenwassers durch Ruhe. Durch die lange Verweildauer des Wassers in der Zisterne kommt es zu einer Zusammenballung von Schwebstoffen, die sich anschließend auf dem Boden der Zisterne als Sediment absetzten. Bei diesem Vorgang kommt es nachweislich zur Bindung von Keimen an die Schwebstoffe, was die Qualität des Regenwassers weiter erhöht. Pro Jahr werden rund 1 mm an Sediment auf dem Boden abgesetzt. Alle 10 Jahre sollte diesesentfernt werden. Ansonsten sollte im Interesse einer guten Regenwasserqualität von einer Reinigung der Zisterne abgesehen werden. Auf der Innenwand der Zisterne kommt es nämlich zur Ausbildung eines Biofilms, der die Selbstreinigungskraft des Systems erhöht.