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Blähton



Blähton wird aus blähfähigem Ton industriell hergestellt. Der Ton wird hierzu zerkleinert und homogenisiert und anschließend in einem Drehrohrofen auf über 1200° Celsius erhitzt. Dabei verbrennen die organischen Bestandteile, der Ton expandiert und es entsteht eine feine Porenstruktur.

Eigenschaften

Blähtone sind in der höchsten Brandschutzklasse A1 nicht brennbar eingestuft. Das Material ist frostbeständig, feuchteunempfindlich, druckfest und beständig gegenüber Säuren und Laugen. Die wärmedämmende Eigenschaft von Blähton ist allerdings nur mittel einzustufen (0,10-0,16 W/mK). Die Wärmespeicher- und Schalldämmeigenschaften sind jedoch gut. Als Gesteinsbaustoff ist Blähton unverrottbar und wird von Ungeziefer und Nagetieren verschmäht.

Verwendung

Blähton wird als Schüttmaterial zur Wärmedämmung ebenso eingesetzt wie zur Verfüllung von Hohlräumen bei geringer Auflast. In ungebrochener runder Form ist das Material selbstverdichtend. Eine besonderes Anwendungsgebiet für Blähton ist als Substrat für Dachbegrünungen, sowie Filter und Drainschüttungen zu sehen.
Die wichtigste Anwendung von Blähton erfolgt als Leichtzuschlag für wärmedämmendes Mauerwerk und Leichtbeton.

Übersicht

Wärmeleitfähigkeit: 0,10-0,16 W/(m?K)
spez. Wärmespeicherkapazität: 1.000 J/(kg?K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand: 2-8
Baustoffklasse: A1nicht brennbar
Rohdichte: 300-700 kg/m?
Primärenergiegehalt: 300-450 kWh/m?