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Holzständerbau / Holztafelbau Holzrahmenbau: wirtschaftlich und flexibel

© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Kurze Fertigungszeiten

Der Holzrahmenbau (auch Holzständerbau bzw. Holztafelbau bezeichnet) gehört zu den Bauweisen mit sehr kurzer Fertigungszeit. Als Trockenbauweise entfallen hier Trocknungszeiten während der Bauphase. Zudem können durch die Vorfertigung der Bauteile schnelle, witterungsunabhängige Baufortschritte erzielt werden. Das macht ihn zu einer sehr wirtschaftlichen Bauweise und damit attraktiv für den Bauherren. Neben der schnellen Fertigstellung, macht auch die Verwendung standardisierter Baumaterialien und sich wiederholender Verbindungsdetails den Holzrahmenbau effektiv.

Gestaltungsfreiheit

Trotzdem ist der Holzrahmenbau bzw. Holzständerbau erstaunlich flexibel und lässt sich sehr gut an bestehende Gegebenheiten und Nutzerwünsche anpassen. Das erklärt, warum sehr viele Fertighäuser in Holzrahmenbauweise erstellt werden. Denn auch wenn die Maße von Bauplatten und Dämmstoffen typische Rastermaße vorgeben, müssen sich daraus keine standardisierten Grundrisse ergeben. Die Lage der Innenwände ergibt sich aus dem Entwurf, und nicht wie im Fachwerkbau aus dem Konstruktionsraster. Individuelle Wünsche wie Fenster- und Türöffnungen oder Grundriss des Hauses fließen hier ohne Probleme ein.

Das Konstruktionsprinzip: Holzrahmen mit Beplankung

Das Konstruktionsprinzip der Holzrahmenbauweise besteht aus einem tragenden Gerüst aus Holzbalken, das durch die Wandelemente, in der Regel Holz- oder Gipsfaserplatten beplankt und ausgesteift wird. Die Gestaltung von Außenfassade und Innenraum ist damit noch nicht festgelegt. Die Wärmedämmung wird im Hohlraum zwischen der inneren und äußeren Beplankung eingebracht, sitzt also in einer Ebene mit der Tragkonstruktion. Die Beplankung auf der Innenseite übernimmt zusätzlich die Aufgabe der winddichten Ebene und der Dampfbremse.
Im Holzrahmenbau werden bei relativ geringen Wandstärken sehr gute Dämmwerte erreicht. Dennoch können zusätzlich zur Dämmung innerhalb des Traggerippes, ein oder sogar zwei weitere Dämmschichten aufgebracht werden. So lässt sich problemlos auch im Holzrahmenbau der Passivhausstandard erreichen. Zur Verminderung der Wärmebrücken werden hier auch sogenannte Dämm- oder TJI-Träger eingesetzt, die mit einer deutlich kleineren Holzmasse bei gleicher Tragfähigkeit bessere Dämmwerte ermöglichen.

Vorfertigung und Logistik

Die einzelnen Wände werden in der Regel bereits in der Zimmerei als fertige Elemente inklusive Wärmedämmung, teils auch mit Fenstern und Fassade vorgefertigt und auf die Baustelle geliefert, wo sie dann nur noch aufgestellt und zusammengefügt werden müssen. Diese Form des Holzrahmenbaus wird auch als Holztafelbauweise bezeichnet. Es kann auch nur das fertige, tragende Gerüst, eben der Rahmen, vorgefertigt oder der einseitig beplankte Rahmen auf die Baustelle geliefert werden.
Die Wandelemente können eingeschossig oder auch zweigeschossig vorgefertigt werden. Dafür muss allerdings auf der Baustelle Platz für die entsprechende Logistik vorhanden sein.

Inzwischen werden nicht nur Einfamilienhäuser in Holzrahmenbauweise erstellt. Auch mehrgeschossige Bauten können in der effizienten Bauweise in kurzer Zeit errichtet werden.

Die Ursprünge des Holzständerbaus

Seine Anfänge hatte der Holzständer- / Holzrahmenbau übrigens in Nordamerika, wo er heute noch eine sehr typische Bauweise für ein- bis zweistöckige Wohnbauten darstellt. Europäische Einwanderer hatten den Holzrahmenbau in Anlehnung an die traditionelle, europäische Fachwerkbauweise genutzt, um das Land schnell und unkompliziert bebauen zu können.

Begriffsklärung: Holzständerbau, Holzrahmenbau und Holztafelbau

Die Begriffe Holzrahmenbau, Holzständerbau und Holztafelbau werden heute umgangssprachlich meist für die gleiche Bauweise herangezogen. Fachlich gibt es gewisse Unterschiede, wobei fraglich ist, inwieweit diese tatsächlich von Bedeutung sind. Letzlich bezeichnen die drei Begriffe die gleiche Bauweise auf verschiedenen Ebenen. So wird aus den senkrechten Holzständern durch horizontale Verbindung ein Holzrahmen. Werden diese bereits ab Werk mit Holzwerkstoffplatten beplankt, was heute die Regel ist, dann erhält man eine Holztafel. 

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