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Jahresarbeitszahl - Wärmepumpen Kennzahl

Erdwärmesonde © Tecalor

Eine Wärmepumpe nutzt die Energie aus Luft, Wasser oder Erdreich. Wichtige Kennzahlen für die Leistung einer Wärmepumpe sind die Leistungszahl ε und die Jahresarbeitszahl ß. Die Leistungszahl bezieht sich auf einen bestimmten Betriebspunkt und gibt das Verhätnis von Wärmeleistung, die an den Heizungskreislauf abgegeben wird und der elektrischen Leistung, die von der Wärmepumpe aufgenommen wurde an. Da die Leistungszahl nur eine Momentaufnahme wiedergibt ändert sie sich laufend. Wärmepumpen neuerer Bauart erzielen Leistungszahlen zwischen 3,5 und 5,5. Mit jeder eingesetzten Kilowattstunde Strom werden also 3,5 bis 5,5 Kilowattstunden Heizenergie erzeugt.

Bezieht man die Leistungszahl auf ein gesamtes Jahr, so erhält man die Jahresarbeitszahl. Die Jahresarbeitszahl unterscheidet sich von der Leistungszahl nicht nur durch die zeitliche Komponente. Bei der Jahresarbeitszahl wird zudem die Leistung von Hilfsagregaten, wie z.B. Heizungspumpen mit einbezogen. Die Jahresarbeitszahl gibt dadurch den Wirkungsgrad der Wärmepumpe wieder. Die Jahresarbeitszahl wird im wesentlichen von der Wärmequelle beeinflusst. Die höchsten Jahresarbeitszahlen lassen sich mit Grundwasser-Wärmepumpen erzielen. Aus energetischer Sicht am ungünstigsten ist die Wärmequelle Luft. Die Jahresarbeitszahl lässt sich nur im Betrieb der Wärmepumpe bestimmen.

Da elektrischer Strom kein Primärenergieträger ist, muss für die Bestimmung des Primärenergiebedarfs einer Wärmepumpe die Quelle für den elektrischen Strom mit berücksichtigt werden. Bei dem Bezug von Strom aus Großkraftwerken mit einem Wirkungsgrad von 40% ergibt sich damit bei einer Jahresarbeitszahl von 4 ein Primärenergiefaktor von 1,6.