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DLR untersucht Potenzial thermochemischer Wärmespeicher

Thermochemischer Wärmespeicher

Ein Grundproblem bei der Nutzung der Sonnenenergie ist deren nicht ständige Verfügbarkeit. Dies erfordert effiziente Speichertechnologien. Klassische Wärmespeicher haben den Nachteil, dass sie trotz Isolierung kontinuierlich Wärme abgeben. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Langzeitspeicherung von Wärme geht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun der Frage nach dem Potenzial thermochemischer Speicher nach. Diese nehmen die Wärme durch eine endotherme Reaktion auf und geben sie durch exotherme Reaktion wieder ab.

Testanlage mit 10 kWh in Betrieb genommen

Forscher des DLR haben nun eine Testanlage mit 10 kWh Kapazität in Betrieb genommen. Als Speichermedium dient Calciumhydroxid. Um den Speicher zu beladen wird 600 °C heiße Luft am Calciumhydoxid vorbeigeströmt. Dies reagiert daraufhin zu Calciumoxid (gebrannter Kalk) und Wasserdampf. Entladen wird der Speicher durch das Einleiten von Wasserdampf. Die Reaktion kehrt sich dadurch um und es entsteht Calciumhydroxid und Wärme. Da die Reaktion zu 100 % abläuft entstehen keine Wärmeverluste.

Hocheffiziente Wärmespeicherung

Ein weitere Vorteil dieser Methode ist die Tatsache, dass der Be- und Entladevorgang beliebig oft wiederholt werden kann. Hinzu kommt, dass die Energiedichte des Speichers sehr hoch ist. Im Vergleich zu Wasser kann ein Calciumoxid-Speicher fünf Mal mehr an Wärme speichern.

Die Testanlage wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.