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Solar-Aktiv-Häuser erreichen gute Werte

Solar Aktiv Haus
© Klaus Lambrecht, www.solaroffice.de

Erstmals wurden in Deutschland so genannte Solar-Aktiv-Häuser wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor. Durchgeführt wird das Projekt „HeizSolar“ vom Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE), dem Solar- und Wärmetechnik Stuttgart (SWT), der Technischen Universität Ilmenau und dem Sonnenhaus-Institut.

Solar-Aktiv-Häuser decken mindestens die Hälfte ihres Wärmebedarfs durch solarthermische Anlagen ab. Ziel des Projekts ist, das Konzept des solarthermischen Heizens wissenschaftlich zu fundieren und aus den gewonnenen Messdaten dynamische Simulationsmodelle zu entwickeln.

Als vorbildlich zeigte sich in der Untersuchung ein Solar-Aktiv-Haus im baden-württembergischen Rottenburg. Das Einfamilienhaus mit einer Nutzfläche von etwa 230 Quadtratmetern wird über eine thermische Solaranlage, einen Pelletofen und eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Erdwärmeübertrager beheizt. Die 34 Quadtratmeter Sonnenkollektoren sind hier in die 15° geneigte Südfassade integriert. Die steile Anordnung und ein Dachüberstand reduzieren den Wärmeüberschuss im Sommer. Gleichzeitig wird die flacher stehende Wintersonne besser ausgenutzt.

Ein typisches Problem der solaren Heizungsunterstützung hat sich allerdings auch hier gezeigt: Um über das gesamte Jahr hinreichend hohe Erträge zu erzielen, muss die Kollektorfläche relativ groß sein. Damit liegt das Solarangebot im Sommer deutlich über dem Bedarf. Trotz eines relativ kleinen Speichers erreichte das untersuchte Gebäude in Rottenburg allerdings einen solaren Nutzungsgrad von 30 bis 40 Prozent. Dazu trug neben der steilen Aufstellung, auch der relativ hohe Trinkwarmwasserbedarf durch 5 Bewohner bei.