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Es geht auch ohne Heizkörper und Fußbodenheizung

Im Neubau komplett mit Lüftung heizen

Lüftungsanlage
Durch die Kombination der kontrollierten Wohnungslüftung mit einer Wärmepumpe kann auf ein wassergeführtes Heizverteilsystem im Neubau gänzlich verzichtet werden. @ Stiebel Eltron

Aktuelle Neubauten haben dank optimaler Dämmung und hochisolierender Fenster einen deutlich niedrigeren Heizwärmebedarf als Gebäude, die noch vor wenigen Jahren Stand der Technik waren. „Bei solch niedrigen Wärmebedarfen lohnt es sich, über Systemlösungen nachzudenken, die passender und kostengünstiger sind“, sagt Dr. Kai Schiefelbein, Geschäftsführer des Heiz- und Wärmetechnikunternehmens Stiebel Eltron.

Verzicht auf Heizkörper und Fußbodenheizung spart Geld

In hervorragend gedämmten Häusern ist es mittlerweile Standard, eine kontrollierte Wohnungslüftungsanlage einzubauen. Auch um einen hygienisch wie bauphysikalisch erforderlichen Mindestluftwechsel sicherzustellen. Weil damit nur noch wenig Heizwärme in die Räume transportiert werden muss, kann das ohne weiteres die Lüftungsanlage als zweite Aufgabe übernehmen. Fußboden- oder Wandheizungen mit zirkulierendem Heizungswasser werden damit unnötig. Die geringe Luftmenge für die Hygienelüftung reicht nämlich völlig aus, um auch den Wärmetransport zu übernehmen.

Stiebel Eltron hat mit dem Lüftungsheizgerät LWZ, einer Kombination aus kontrollierter Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und integrierter Wärmepumpe, die ideale Neubau-Systemlösung seit vielen Jahren, mitterweile Jahrzehnten, im Programm. Nun folgt der nächste, konsequente Schritt in der Entwicklung: „Mit unserer LWZ 604 air geben wir Bauherren die Möglichkeit, komplett auf das wassergeführte Verteilsystem herkömmlicher Heizungsanlagen zu verzichten“, erklärt Schiefelbein. Schöner Nebeneffekt: Durch den kompletten Wegfall des wassergeführten Wärme-Verteilsystems können schnell mehrere Tausend Euro gespart werden bei Planung und Bau eines Neubaus. Wenn, wie beispielsweise im Badezimmer, kurzfristig der Bedarf nach zusätzlicher Wärme entsteht, kann eine dezentrale elektrische Zusatzheizung hier Abhilfe schaffen.

Umweltfreundlichkeit bestätigt - kein Einsatz von Kohlendioxid wie sonst bei Wärmepumpen üblich

Die Inverter-Luft-Wasser-Wärmepumpe sorgt für einen zuverlässigen und gleitenden Betrieb zwischen 50 und 100 Prozent Leistung und kommt ganz ohne das toxische und brennbare Kältemittel Kohlendioxid CO2 (R 744) aus, das in den meisten Wärmepumpen für die Luftheizung und Warmwasserbereitung eingesetzt wird. Die Umweltverträglichkeit wird über den sogenannten "GWP-Wert 1" ausgedrückt, was zeigt, dass das entwichene Kältemittel quasi nicht zur Erderwärmung beiträgt.

Außen- und Abluft als Energiequelle - Zuluft als Heizmedium

Der Kreislauf: Verbrauchte Luft fließt über einen Kreuzgegenstrom-Wärmeübertrager der die Frischluft vortemperiert. Diese strömt weiter zum Verdampfer der Wärmepumpe, die der Luft einen Großteil des restlichen Wärmeinhalts entzieht. Sollte eine Differenz zum Heiz- und Warmwasser-Wärmebedarf festgestellt werden, wird diese mit Energie aus der parallel angesaugten und volumengeregelten Außenluft gedeckt. Nach wie vor steckt unter der Verkleidung anstelle einer Luft/Luft-Wärmepumpe eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit kleinem Puffer nebst Wasser/Luft-Wärmetauscher. Der 30-Liter-Pufferspeicher mit integriertem Mischer plus Tauscher sorgt dabei für eine bessere Regelbarkeit der eingeblasenen Raumlufttemperatur und gewärhleistet zudem eine gewisse Flexibilität.

Technische Daten der LWZ 604 air

Leistungsgeregeltes Lüftungsheizgerät mit Inverter-Luft/Wasser-Wärmepumpe zur zentralen Be- und Entlüftung zentralen Trinkwassererwärmung, Luftheizung, Passivkühlung und Zusatzheizkreis für Häuser mit niedrigem Wärmebedarf, KfW-40-Häuser und Passivhäuser.

  • Wärmerückgewinnung Abluft (Kreuzstrom-Wärmetauscher): bis 90 Prozent.
  • Internetservice: Gateway (ISG) mit KNX Option.
  • Kältemittel CO2.
  • Elektrische Notheizung für Heizung und Warmwasserbereitung.
  • Zusätzlicher Solarwärmetauscher im Heizkreis zur Nutzung von Solarthermie.
Wärmeleistung
 bei A2/A35 (EN 16573)
2,51 kW
Leistungszahl bei A2/A35 (EN 16573) 4,52
Schallleistungspegel (EN12102) 56 dB(A)
Schallleistungspegel Volllast (EN 12102) 59 dB (A)
Einsatzgrenzen Wärmequelle -20 °C bis + 35 °C
Warmwasser-Speichervolumen 200 l
Volumen Pufferspeicher 30 l
Zulufttempertur max. 50 °C um die Gefahrder Staubverschwelung zu vermeiden
Leustungsaufnahme max. ohne Not-/Zusatzheizung 2,25 kW
Zluft/Abluft-Volumenstrom 80-300 m3/h
Gewicht 430 kg